Revision Akai X201D

450,00 

Tonbandgerät sind heute zwischen 20 und 50 Jahre alt.
Die Bandmaschinen sind zum einen gealtert und zum anderen entsprechend abgenutzt. Die Abnutzung zeigt sich am Gerät durch den tatsächlichen Materialverschleiß, Abschliff der Tonköpfe, Zustand der Motorlager, Abnutzung der Bandführung oder an Schalterkontakten. Die Abnutzung spiegelt unmittelbar die Nutzungsdauer des Gerätes wieder.
Die Alterung zeigt sich aber auch durch Veränderungen physikalischer und chemischer Eigenschaften von Materialien bzw. Bauteilen. Hier insbesondere durch Versprödung von Bauteilen oder das Austrocknen der Elektrolytkondensatoren. Diese Alterungsprozesse schreiten unabhängig der tatsächlichen Nutzung einer Bandmaschine fort. Bei einem Alter ab 25 Jahren ist Erfahrungsgemäß immer mit ausgetrockneten Kondensatoren und spröden Bauteilen zu rechnen.

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Die Revision japanischer Tonbandgeräte dauert im Vergleich zu ReVox- oder Studer Geräten deutlich länger. Unbestritten, japanische Geräte können optisch recht ansprechend sein. Die Ernüchterung kommt beim Öffnen der Geräte. Insbesondere in den großen Tonbandgeräten wurden gewaltige Kabelstränge kreuz und quer nach Wildwestmanier durch die Geräte verlegt. Auf Stecker wurde zumeist verzichtet und die Kabel fest mit den Platinen verlötet. So manche Platine ist hinter den vielen Kabeln kaum zu erkennen oder zugängig.

Es ist natürlich möglich, dass Ihre Akai noch einwandfrei funktioniert, aber schon beim nächsten Einschalten kann das Gerät ausfallen, hier lässt sich keine Vorhersage machen.

Bei einer Revision, also einer Generalüberholung werden grundsätzlich alle Teile ausgetauscht, die einer Alterung unterliegen, nur so kann gewährleistet werden, dass in den folgenden 25 Jahren keine Ausfälle zu befürchten sind. Die heute verfügbaren Bauteile sind qualitativ besser als Bauteile, die in den 80er und 90er Jahren verbaut wurden.

Kein Hersteller von Tonbandgeräten hat vor 40 Jahren berücksichtigt, dass viele Bandmaschinen nach so langer Zeit noch immer im Einsatz sind und sich wieder steigender Beliebtheit erfreuen. Daher hat auch kein Hersteller einen Vermerk in den Serviceunterlagen, welche Bauteile nach 20 bis 40 Jahrzehnten wahrscheinlich ausfallen werden. Unumstritten ist allgemein bekannt, dass insbesondere Aluminium-Elektrolytkondensatoren und verharzte Elektrolytkondensatoren einer Austrocknung und somit einem Alterungsprozess unterworfen sind und das sich Weichmacher aus allen Kunststoffbauteile verflüchtigen.

Hier zählt Erfahrung. Wer genügend Geräte auf dem Werkstatttisch hatte, der kennt auch die immer wieder ausfallende Teile, über die in der technischen Literatur nichts bezüglich Alterungsprozessen zu finden ist. Je mehr Geräte revidiert und repariert wurden, umso mehr Erfahrung wurde gesammelt.
Teilrevisionen wie z.B. der Austausch von wenigen Bauteilen ist bei weitem nicht ausreichend. So etwas findet sich meist als „vom Verkäufer generalüberholt“ (oft bei einem großen online Auktionshaus zu sehen) deklariert und ist nicht ernst zu nehmen.

Grundsätzlich beinhaltet eine Revision folgende Arbeiten:

• Die Geräte sind von außen und von innen gründlich zu reinigen
• Alle beweglichen Teile müssen entsprechend geölt bzw. gefettet werden
• Alle metallischen Bauteile der Bandführung gründlich zu reinigen und zu entmagnetisieren
• Die Bremsen müssen gereinigt und die Beläge ggf. gewechselt werden. Das Bremsaggregat muss anschließend gemessen (Bremskraft) und ggf. justiert werden
• Die Drehmomente der Wickelmotoren werden kontrolliert und gemessen
• Die Andruckkraft der Andruckrolle kontrolliert, gemessen und ggf. nachjustiert
• Die Bandgeschwindigkeiten werden kontrolliert und ggf. nachjustiert
• Der Gleichlauf (Wow und Flutter) wird kontrolliert und ggf. korrigiert
• Die Tonköpfe werden gründlich gereinigt, entmagnetisiert und neu justiert
• Die Bandmaschine wird abschließend komplett neu eingestellt und auf LPR35, LPR90, Maxell UD, Maxell XLI, LGR50, SM468, SM900, SM911, PER 528 oder Kundenband eingemessen
• Der Frequenzgang wird gemessen, eingestellt und dokumentiert
• Die elektrische Sicherheit gemäß VDE0701/0702 wird überprüft

Wir revidieren Akai Bandmaschinen auf höchstem Qualitätsniveau. Dazu gehört eine umfassende Überarbeitung der Audioelektronik, das Ersetzen aller Trimmer und Elektrolytkondensatoren (im Audiobereich verwenden wir dazu ausschließlich spezielle Audiokondensatoren).  Bandführung, der Bandzug und die Bremsen werden geprüft und neu justiert. Abschließend wird Ihre Akai Bandmaschiene perfekt justiert und komplett neu eingemessen.

Die Revision einer Akai X 201 D beinhaltet:

  • Bereitstellung einer unserer Transportboxen für den Versand
  • Akai komplett zerlegen und Reinigung aller Bauteile. Gehäuse, Chassis, Motoren, Netzteile, Zählwerk, Leiterplatten, Kontaktflächen der Schalter und Potis.
  • Austausch der Motorlager an den Wickelmotoren und Capstanmotor.
  • Austausch der Bremsbeläge.
  • Die Bremsen werden gereinigt, geprüft und neu justiert.
  • Alle elektronischen Komponenten der Audioplatinen werden bis auf IC`s, Halbleiter und Widerstände komplett entfernt.
  • Austausch der Motorkondensatoren der Wickelmotore.
  • Austausch der Motorkondensatoren des Bandmotors.
  • Austausch der Andruckrolle.
  • Austausch der Riemen.
  • Neubestückung der Platinen mit hochwertigsten Bauteilen. Wir verwenden ausschließlich spezielle Audiokondensatoren.
  • Austausch aller Trimmpotis gegen eine geschlossen Ausführung.
  • Alle Elkos im Signalweg werden durch spezielle Audiokondensatoren ersetzt.
  • Neumontage Chassis und Justierung von Bandzug,  Gleichlauf, Bremsen und Tonmotorgeschwindigkeit.
  • Einmessen der Bandmaschine und Erstellung des Einmeßprotokolls.
  • Gründliche Reinigung der Bedienteile, Gehäuse und sonstiger Anbau- und Zubehörteile.
  • Rücklieferung der revidierten Akai Bandmaschine in unserer Versandbox (Rücksendung der leeren Versandbox).
  • 2 Jahre Garantie auf die gesamte, durch uns revidierte Akai Bandmaschine.

Berabeitungszeit: Ab Geräteanlieferung 4 Wochen

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